Informationen zur Ausbildung

Wie kaum ein anderes Tätigkeitsfeld hat die Steinbearbeitung ein außergewöhnlich breites Spektrum, liegt doch ihr Ursprung im Bedürfnis des Menschen zu bauen und zu gestalten.

Um diesen vielfältigen Möglichkeiten mit einem fundierten Wissen begegnen zu können, bietet die Staatliche Fachschule für Steintechnik in Wunsiedel eine Technikerausbildung, die die Spanne zwischen dem Wissen der Meister und dem der Bauingenieure auffüllen soll. Die Aufnahmebedingungen für die Technikerschule sind eine abgeschlossene Berufsausbildung als Steinmetz, Steinbildhauer, Natursteinschleifer oder Betonwerker, Fliesen-, Platten- und Mosaikleger oder anderer einschlägiger Berufe, darüber hinaus ist eine einschlägige, mindestens einjährige berufliche Tätigkeit erforderlich. Die Regelausbildung und die Dauer der späteren beruflichen Tätigkeit müssen also mindestens vier Jahre umfasst haben.

In der Technikerausbildung ist bei uns in Wunsiedel eine gründliche Vorbereitung auf die Meisterprüfung integriert. Hierzu werden zusätzlich die Fächer Wirtschafts- und Rechtskunde, die Berufs- und Arbeitspädagogik sowie Buchführung unterrichtet. Ebenso findet ein erweiterter Unterricht in Form- und Schriftgestaltung statt. Die gesamte Vorbereitung auf die Meisterprüfung ist im Lehrplan der Technikerausbildung integriert, somit auch die Vorbereitung auf Teil III und IV der Meisterprüfung.

Wird die Schule nach zwei Jahren als staatlich geprüfter Steintechniker oder Steintechnikerin abgeschlossen, zählt die bestandene Technikerprüfung auch als bestandene Prüfung der fachtheoretischen Kenntnisse, dem Teil II der Meisterprüfung.

Die Meisterprüfung selbst ist jedoch nicht Bestandteil der Maßnahme. Sie wird nach der Meisterprüfungsordnung von der Handwerkskammer von Oberfranken abgenommen und ist gebührenpflichtig.

Die schulgeldfreie Ausbildung an der Staatlichen Fachschule für Steintechnik dauert zwei Jahre, in denen das erste Schulhalbjahr als Probezeit gilt. Die über BAFöG geförderte Ausbildung beginnt jeweils im September. Für Lehr- und Lernmittel sowie die Kosten der Exkursionen müssen die jährlich 20 Lehrgangsteilnehmer selbst aufkommen.