Schriftgestaltung
Gestaltung mit Schrift setzt die technische Beherrschung der Schrift voraus. Am Beginn des Unterrichts steht deshalb die Vertrautheit mit den Formen der Buchstaben des Alphabets und die Kenntnis der Entwicklungsgeschichte unserer heutigen Buchstabenformen.
Die elementaren Formen der Schrift werden analysiert und angewendet.
Das Schreiben der Buchstabenformen und das anschließende Zeichnen einer exakten Kontur ermöglichen es, den Aufbau eines Buchstabens und seine Maßverhältnisse bis in die Einzelheiten nachzuvollziehen. Die Komplexität der Aufgabenstellungen erweitert sich dabei kontinuierlich.
Die Schülerinnen und Schüler untersuchen die Wechselwirkungen im Buchstaben-, Zeilen- und Textverbund und ihre Auswirkung auf Lesbarkeit und ornamentale Funktion des Schriftentwurfes. Fächerübergreifend werden Kenntnisse aus dem Gestaltungsunterricht genutzt, um Schriftentwürfe auch unter Einbindung von Symbolen und Ornamenten zu gestalten.
Der Entwurfsarbeit, die zum Teil am Computer erfolgt, schließt sich die praktische Ausführung an.
Neben Schriftentwürfen aus dem Auftragsbereich des Steinmetzen gestalten die Schülerinnen und Schüler auch Schrift für andere Medien. Dazu zählen Logos, Briefköpfe, Visitenkarten oder Plakate.
Der Unterricht im Fach Schriftgestaltung soll dazu befähigen, auch ungewohnte Aufgaben zu lösen, indem man elementare Gestaltungsregeln anwendet und auf neue Probleme transferiert. Jede der Aufgabe angemessene Technik soll vorurteilsfrei eingesetzt werden.
